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Marion Wöhler:
H-ANNA, Ein bisschen Hermann und ganz viel Anna

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Artikelnummer: ISBN: 978-3-98582-044-3 Kategorien: , , ,

Beschreibung

Vorwort der Autorin

Genau genommen ist ein Stapel alter Feldpostkarten aus dem Jahre 1914 schuld daran, dass dieser Roman entstanden ist.

Als ich nach dem viel zu frühen Tod meiner Mutter ihren Schrank aufräumte, fand ich jede Menge Kartons mit Fotos, handschriftlichen Notizen und Zeitungsausschnitten. Ich blätterte mich durch die Kindheitsbilder meiner Geschwister und mir, was mich natürlich emotional sehr berührte. Aber dann stieß ich auf das große Familienalbum mit den Dokumenten aus der Zeit, aus der die Feldpostkarten stammen. Es ließ mich seitdem nicht mehr los. Mutti hatte alles akribisch geordnet, beschriftet und größtenteils den verschiedenen Familienstammbäumen zugeordnet. Ich verstand es sofort als meinen Auftrag, ihr Vermächtnis zu erfüllen.

Viele Jahre arbeitete ich an der umfangreichen Familiengeschichte und versuchte, das Werk meiner Mutter zu vollenden. Natürlich waren diese Aufzeichnungen nur für „den Hausgebrauch“, also für unsere Familie bestimmt. Doch als dann endlich die gedruckte Chronik vor mir lag, hatte ich das Gefühl, als würden mich die beteiligten Personen vorwurfsvoll anschauen und rufen:

Hey, Halt! Stopp! Das kann nicht alles gewesen sein. Wir haben dir noch viel mehr zu sagen! Sie ließen sich nicht einfach in ein schmales Buch quetschen, Deckel zu und fertig. Nein, sie spukten weiter in meinem Kopf herum.

Schließlich ließ ich mich darauf ein und schickte eine Person ins Rennen, die sich mit ihnen auseinandersetzten würde, ob sie wollte oder nicht:

 

Hanna

Im ersten Moment dachte ich, warum muss sie unbedingt Hanna heißen? Aber ab hier entwickelte die Geschichte auf wundersame Weise ihr Eigenleben:

Meinen Namen fand ich immer ziemlich langweilig und altmodisch, aber all unsere Namen haben ihre ganz eigene Geschichte. Fragt doch mal eure Eltern, wie und warum sie sich für genau diesen Namen für ihr Kind entschieden haben. Ich habe meinen Vater irgendwann danach gefragt. Er lächelte sanft und sagte: „Das hängt mit deinen Urgroßeltern zusammen.“ Auf meinen ungläubigen Blick antwortete er:

„Du bist ein bisschen Hermann und ganz viel Anna.“ Wieder standen Fragezeichen in meinen Augen. Erst seitdem ich mich intensiv mit unserer Familiengeschichte beschäftige, verstehe ich, was er gemeint hat …

 

Danke 

Bin ich wirklich am Ziel?

Ich glaube; nein, denn das Leben geht immer weiter. Deshalb wird es ein zweites Buch geben. Keiner weiß, wo der Weg hinführt, aber es ist beruhigend zu wissen, wo man herkommt.

An dieser Stelle möchte ich mich bei allen bedanken, die mich auf meinem Weg bis hierher begleitet und haben.

Dabei denke ich zu allererst an meine Eltern: Mutti, vielen Dank, dass Du mich auf den Weg in die wunderbare Welt der Familiengeschichte geschickt hast. Vati, danke, dass du mit deinen Erzählungen/Erinnerungen die Bilder/Fotos und Worte lebendig gemacht hast.

Weil ich nicht so recht wusste, wie ich die vielen Infor-mationen verarbeiten sollte, meldete ich mich vor vielen Jahren im Block Verlag für einen Kurs „Wie schreibt man seine Biographie“ an. Herr Block wies mir den Weg zu meiner Familienchronik. Schritt für Schritt sammelte ich wertvolle Erfahrungen. Besonders seit mich Carola, meine Lektorin, begleitet, fühlte mich dort sehr gut aufgehoben. Während wir über meinem Text saßen, haben wir geweint und gelacht, und es hat immer viel Spaß gemacht. Danke, liebe Carola für Deine fachkundige und liebevolle Unterstützung und für die vielen Fragen, die mir oft dabei halfen, Wahrheit und Fiktion miteinander zu verbinden, wenn du fragtest: „War das wirklich so?“

Ein ganz besonderer Dank gilt an dieser Stelle auch meinem Mann. Er hat unendlich viel Geduld und Verständnis aufgebracht, wenn ich oft stunden-, manchmal tagelang in Hannas Welt eingetaucht war und alles um mich herum vergessen hatte. Er hat mir den Rücken freigehalten und die nötige Zeit verschafft, um meinen Traum, ein Buch zu schreiben, verwirklichen zu können/Wirklichkeit werden zu lassen.

 

Marion Wöhler im April 2026

 

Satz und Bearbeitung:                                   Helmut Kurt Block

Umschlagentwurf und Gestaltung:          Henri Konschak in

Zusammenarbeit mit

Verlag/Autorin

Bildbearbeitung des Umschlags:               Henri Konschak

Illustrationen/Foto:                                        Autorin