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Ursula Donath:
Mein Leben und ich. Wie ich, Ursula Böttcher, Ost und West erlebt.

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Beschreibung

In ihren Lebenserinnerungen geht es um einen  Zeitabschnitt der deutschen Geschichte, den sie selbst erlebt hat.

Hier schreibt eine Autorin hautnah, aber doch mit dem nötigen Abstand zum eigenen Leben. Der geneigte Leser kann sich ein Bild machen über die Lebenswirklichkeit (Ost) in einem Land mit Namen DDR, aber darüber hinaus geht das Buch, wie der Titel schon sagt, weiter in ein vereinigtes Deutschland, das maßgeblich geprägt wurde von der BRD (West). Hier treffen die Wirklichkeiten auf ein Leben. Die große Politik beeinflusst immer das Leben der sogenannten kleinen Leute. In diesen Texten geht es aber um das persönliche Leben und Erleben in Ost und West, mit all den hellen, freundlichen, glücklichen Seiten, die ein Leben bieten kann, aber auch die Schattenseiten kommen im Leben vor, ob man es will oder nicht.

Hier wird NICHTS ausgespart, hier in diesen ganz persönlichen Texten. Lassen Sie sich auf die Autorin und ihre Weltsicht ein, vielleicht gibt es in Ihrem Leben ähnliche Erfahrungen und wenn nicht, dann lernen Sie einen anderen Blickwinkel kennen. Glauben Sie der Autorin, in diesem Buch ist alles ECHT.

 

Vorwort:

Ich, Ursula, wurde 1946 in der wunderschönen Ober-lausitz geboren. Ich wuchs in einfachen Verhältnissen auf und erlebte eine behütete und abwechslungsreiche Kindheit. Meine Eltern sorgten unter schwierigen Bedingungen für ein Vorwärtskommen.

Tausch von Strickwaren gegen Lebensmittel stand auf der Tagesordnung. Mein Vater fand Arbeit in einer Weberei und meine Mutter half bei einem Bauern aus. Es gab einmal in der Woche Wurst, ab und zu Eier oder Hühnersuppe, ansonsten viel Obst und Gemüse.

Eingeschult wurde ich 1953 in Leutersdorf. Es begann die Zeit mit Pionierhalstuch und FDJ-Bluse der Freien Deutschen Jugend sowie Unterricht in der sozialistischen Produktion, immer im wöchentlichen Wechsel zwischen der Landwirtschaft und in einem handwerklichen Be-trieb und für Mädchen kam noch Handarbeit dazu. Die Teilnahme an den Pioniernachmittagen und am 1.Mai bei Demonstrationen sowie Kundgebungen war Pflichtprogramm.

Man hörte die Reden von Erich Honecker durch Lautsprecher. Verdienstvolle Arbeiter wurden ausgezeichnet. Unsere Lehrer sorgten nach der Schule für Abwechslung, im Sommer wie im Winter. Dadurch wurden Talente erkannt und unentgeltlich gefördert.

In meiner Familie fühlte ich mich als Wunschkind geborgen. Meine Eltern lebten mir und meinem jüngeren Bruder Fleiß, Ehrlichkeit und Zusammenhalt vor. Eigenschaften, die uns mitgegeben wurden, die auch mein Leben begleiteten und für die ich dankbar bin. Ich hätte es ihnen zu ihren Lebzeiten öfter sagen sollen.

Mein eigenes, erwachsenes Leben wurde eine Achterbahn mit Höhen und Tiefen. Immer mit dem Augenmerk auf Gleichberechtigung und Unabhängigkeit. Die Deutsche Demokratische Republik mit ihren unterschiedlichen Seiten hat mir und meinen Kindern nicht geschadet. Es gab die Staatssicherheit, Bevormundung und Reiseunfreiheit, aber auch positive Seiten. Dies wird in heutigen Berichterstattungen oft zu einseitig wiedergegeben. Meistens von Berichterstattern, welche die DDR nicht gekannt haben. Ich war in keiner Partei und bin ohne Hindernisse meinen Weg gegangen.

Nur Krankheit und eine Fehldiagnose haben mir Grenzen gezeigt. Ob ich eine Akte bei der Staatssicherheit habe, weiß ich nicht und möchte es auch nicht wissen.

 

Nachfolgende Seiten sind für meine Kinder und weitere Generationen als Nachschlagewerk gedacht. In der ehemaligen DDR aufgewachsen zu sein, ist meine Biografie, gleichzeitig eine Geschichte, die es in einigen Jahren wahrscheinlich nur noch im Geschichtsunterricht an Schulen geben wird.